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Staub-Absaugung im Eigenbau

Schon lange spielte ich mit dem Gedanken mir eine Absaugung für die Werkstatt zu bauen. leider lagen käuflich zu erwerbende Produkte immer höher im Preis als ich bereit war zu bezahlen.
Daher habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich auf günstige Weise eine Absaugung bauen kann.

Der Abscheider

Schnell kam ich dazu, eine Zyklon- oder auch Fliehkraftabscheider zu bauen. So kann ich Beutel oder ähnliche Filter sparen. Daher habe ich mir einen Zyklonabscheider-Einsatz gekauft und mir überlegt, diesen in eine Blaue 120l Tonne einzubauen.

Den Abscheider baute ich in die Tonne ein, da ich sie keinesfalls komplett füllen würde (Gewicht) und das Gerät so handlicher wird. Ich kaufte 40mm Schlauch, das ist der Durchmesser gewöhnlicher Staubsauger und auch der meisten meiner Maschinenanschlüsse. Benötigt wurden 1 m zwischen Staubsauger und Abscheider und noch einmal 5 m um genügend Freiraum zwischen Maschine und Abscheider zu haben.
An den später in das Fass eingebaute Zyklonabscheider muss am oberen Anschluss der Sauger angeschlossen werden und an den seitlichen Anschluss, die entsprechende Maschine.

 

Der Sauger

Schon seit Langem hatte ich mehrere Oberteile von Hitachi-Staubsaugern herumliegen. Diese habe ich ein mal geschenkt bekommen. Aus den Saugern entnahm ich die Saug-Turbinen. Man kann natürlich auch jede beliebige andere Turbine verwenden, ich fand diese nur schon deshalb passend, da sie eine recht geringe Leistung bei einem guten Luftstrom besaßen und dazu noch sehr leise waren. Die Idee hinter den leistungsarmen Motoren ist, dass ich um normal zu saugen nur einen Motor im leisen Betrieb verwenden kann und wenn ich richtig Dampf benötige, den zweiten zuschalten kann. Später ist die Idee noch eine Master-Slave-Steckdose nachzurüsten um den Staubsauger nur einzuschalten, wenn er auch wirklich gebraucht wird.

Da ein Zyklonabscheider nicht 100%ig reinigt, benötigt der Sauger noch einen Filter, zum Schutz der drehenden Teile und dass der feine Staub nicht gleich wieder in den Raum geblasen wird.
Dazu verwendete ich einen KFZ-Luftfilter, da dieser sehr durchlässig ist und günstiger als das Pendant von Kärcher etc.

 

Das Gehäuse


Die Behausung des Staubsaugers baute ich aus den Ruinen von IKEA-Billy-Regalen, die den Umzug nicht überlebt haben, somit also aus beschichteten Spanplatten. Es kann natürlich auch aus braunen, unbeschichteten Platten erstellt werden.

Um den Turbinen eine gescheite Belüftung zu gewährleisten, dimensionierte ich das Gehäuse etwas breiter.

Die Maße der jeweils 18mm starken Bretter sind wie Folgt:

  • 3x 284 x 600mm (Deckel, Boden, Filterträger)
  • 1x 250 x 564 mm (Turbinenträger)
  • 2x 350 x 564 mm (Front-, Rückteil)
  • 2x 350 x 284 mm (Seitenteile)
  • 2x 55 x 564 mm (Seiten Staubfangkasten)
  • 2x 55 x 284 mm (Stirnteile Staubfangkasten)

 

zu den aufwendigeren Brettern habe ich noch die passenden Schablonen angefertigt.

Da ich beschichtete Platten hatte, konnte ich diese nicht verleimen. Ich war also genötigt mit 4,5x50er Spanplattenschrauben zu arbeiten. Um zwischen den Platten kein Vakuum entweichen zu lassen, verklebte ich die Verbindungen noch mit Montagekleber.

 

Die Elektrik

Zum Einschalten des Saugers benötigte ich einen Doppel-Wippschalter. So kann von der Nullstellung in ein- oder zwei-Sauger betrieb geschaltet werden.
Als Zuleitung verwende ich ein Kaltgeräte-Kabel mit mindestens 1mm^2 Querschnitt und eine entsprechende Buchse.

Um die Benutzung bequemer zu gestalten soll das Gerät noch eine Master-Slave-Funktion erhalten.
So wird der Sauger eingeschaltet, sobald das am Master angeschlossene Gerät startet. Der Sauger macht so nicht unnötig Lärm und gestaltet das Arbeiten intuitiver.

Dieser Schalter kann entweder selbst gebaut werden oder fertig gekauft werden.

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